Chemische volatile Luftschadstoffe

Es existieren WHO-Leitlinien für den Schutz der öffentlichen Gesundheit vor Risiken durch eine Reihe von Chemikalien, die in der Innenraumluft häufig vorkommen. Dazu gehören Stoffe wie Benzol, Kohlenmonoxid, Formaldehyd, Naphthalin, Stickstoffdioxid, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (insbesondere Benzopyren), Radon, Trichlorethylen und Tetrachlorethylen. Diese sind – wenn die Konzentration erhöht sein sollte – hinsichtlich ihrer Gesundheitsgefährdung bekannt. Nachzulesen in den WHO guidelines for indoor air quality: selected pollutants. 2010: Copenhagen Ø, Denmark.

Die Auswirkungen von Schadstoffen in Innenräumen auf die Gesundheit werden aber auch in deutsprachigen Leitlinien ausführlich beschrieben:

  • Hutter H, Moshammer H, et al. (2022). Richtlinie zur Bewertung der Innenraumluft – Übernahme deutscher Richtwerte. Österr. Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).
  • Tappler P (2018). Wegweiser für eine gesunde Raumluft – Die Chemie des Wohnens. Österr. Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BNT).

Im ATHEM-4 Projekt wird die Wohnung der Teilnehmer wird mit einem Photo-Ionisations-Detektor auf das Vorhandensein von flüchtigen Chemikalien untersucht. Bei erhöhten Werten werden unser Studienprobanden über die Richtlinien für flüchtige Chemikalien (WHO, 2010; Hutter et al., 2022) informiert und – falls gewünscht – bei der Suche nach einer Lösung unterstützt.